Als Omi unterwegs oder: ein Facebook-Thread vom 17. Januar 2020

WiC-Blogpost Nummer 32

Am Freitag, 17. Januar 2020 habe ich eine Frage aus meinem Omileben auf Facebook gepostet. Die Vielfalt der Antworten finde ich so interessant, dass ich daraus den WiC-Blogpost Nummer 32 gemacht habe. Politisches Handeln für eine Care-zentrierte Ökonomie wird nicht einfacher, wenn Perspektivenvielfalt erlaubt ist, wenn also „Scheissjob“ neben „Schwerarbeit“, „du bonheur simplement“, „Quality time LOL“ und „einfach nur schön“ stehen bleibt. Aber vielleicht wird sie menschlicher? Hier ist die Frage mitsamt allen Antworten:

Wenn ich vormittags zur besten Erwerbsarbeitszeit zwei Stunden lang den Kinderwagen mit der Enkelin drin durch die Stadt schiebe, während Papa und Mama der Enkelin im Home-Office erwerbstätig sind, ist das dann Sport, Self-Care, Freiwilligenarbeit, Care-Arbeit, Freizeit oder was?

Allrounderin würde ich sagen. Mit Schwerpunkt Oma-Kinderbetreung und Animatorin.

Es ist dann wie so vieles einfach queer/ durcheinander.

Es ist alles Genannte – und noch so viel mehr.

Und wenn da keine Liebe wär, wär nix davon…

Wie wäre es mit „Familienleben“? Hat doch schon die Oma Bäuerin gemacht, wenn die jüngere Generation gemeinsam im Stall war oder auf dem Feld.
– Und der Bauer?
– hat auf dem Bänkli seine Pfeife geraucht… Oder?
– Ich werde den Teufel tun und bei einer Frage von Frau Praetorius, die eindeutig auf einen femininen Hintergrund zielt – „Wenn ich vormittags …“ – mit einem männlichen Rollenbild antworten.
– Welchem Teufel wird da was angetan?

Ich kenne das aus eigener Erfahrung, wenn ich jeweils einmal pro Woche meine Enkel betreue. Das ist schöne, sehr anregende und verantwortungsvolle Schwerarbeit.

Es ist einfach grossartig von Dir ❤️

Es ist dann was Tagediebisches

Life is Care

Ein Privileg

Einfach nur schön 😀👍

Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass es an der Zeit ist, die Arbeit abzuschaffen.
– Das gefällt mir!

Es kommt drauf an, ob die beiden in sog. Bullshitjobs viel Geld verdienen, während die Oma gratis schafft, dann ist sowas schlicht ein Scheissjob.

Aus eigener Erfahrung: es ist Care – für mehrere Menschen. Es ist entspannend, entschleunigend,…. es hat etwas Meditatives, manchmal treffe ich einen Vater, der seine Kinder spazieren führt und wir tauschen uns aus, was ich sehr geniesse….

 Das weiss doch keine/r besser als Sie, oder?
– Warum ich?

Super, verrückt, was das alles sein kann. Fakt ist: jetzt bin ich müde. Denn es war ein ganzer Tag Omileben. Gelernt: Akkordeonspielen tut allen gut, egal ob Balkan- oder Schweizer Volksmusik.

Ach ja, so isses … aber ich freue mich auf das Opaleben :-))

Generationen übergreifende Beziehungspflege…. Noch nie waren die Beziehungen zwischen Grosseltern und Enkelkindern so nahe, laut Professor für Gerontologie Höpflinger Uni Zürich….

Das ist ein Stückerl Glück. #Enkelkinder

C’est du bonheur tout simplement chère Ina !

Quality Time LOL

Von allem etwas.

Alles zusammen, oder anders gesagt: es ist unschätzbare, wertvolle, unbezahlte unbezahlbare Beziehungsarbeit.