Peter Brabeck und das Kerngeschäft der Ökonomie. Ein Mailwechsel mit Roger de Weck

17. Dezember 2011 (an info@srgssr.ch)

Sehr geehrter Herr de Weck,

im vergangenen Jahr haben Sie ein Sternstunden-Gespräch mit Herrn Brabeck geführt. Bestimmt erinnern Sie sich. Ich habe mir das Gespräch soeben angeschaut und war beeindruckt, wie deutlich sich das hermetische Weltbild des Top-Mannes aus der „globalen Klasse“ herausarbeiten lässt, wenn man ihn eine geschlagene Stunde lang vor sich hat und die entsprechenden Fragen zu stellen sich nicht scheut. Ich bewundere Ihre Fähigkeit, präzise Interviews zu führen.

Allerdings ist mir im Laufe des Gesprächs ein denkwürdiger Satz wieder eingefallen, den Ihr Kollege Werner Vontobel am 20. November 2009 anlässlich einer Vortragsveranstaltung hier bei uns in Wattwil gesagt hat:

„Uns Ökonomen ist es ja leider verboten, über menschliche Bedürfnisse zu schreiben.“

Auch Sie haben Herrn Brabeck die Fragen erspart, die eigentlich (wie Sie auf den ersten Seiten jedes beliebigen Lehrbuchs der Wirtschaftswissenschaft nachlesen können) das Kerngeschäft der Ökonomie und also auch jedes Unternehmens darstellen müssten: diejenige nach den Bedürfnissen, die das Unternehmen befriedigt (zu befriedigen vorgibt?). Im konkreten Fall des Sternstunden-Gespräches hätte diese Kernfrage nach meinem Ermessen in doppelter Gestalt erscheinen müssen:

Erstens: Geht es den vielen Millionen Menschen, die Nestlé-Produkte essen und trinken, eigentlich gut?

Zweitens: Wozu brauchen die Top-Manager, die man (angeblich?) nur bekommt, wenn man ihnen ein Gehalt anbietet, das tausendmal so hoch ist wie das anderer Leute, eigentlich so viel Geld?

Es würde mich interessieren, warum Sie diese beiden Fragen nicht gestellt haben. Gilt das (ungeschriebene?) Verbot, von dem Herr Vontobel spricht, auch für Sie? Und wenn ja, wäre es wohl an der Zeit, darüber nachzudenken, woher dieses Verbot stammt und warum man sich so treulich daran hält?

Mit freundlichen Grüssen von Ina Praetorius

 

6. Januar 2012 (an info@srgssr.ch)

Sehr geehrter Herr de Weck, sehr geehrte Damen und Herren,

ich hätte gern eine Antwort auf meine Mail vom 17. Dezember.

Mit freundlichen Grüssen von Ina Praetorius

 

11. Januar 2012 (an sternstunden@sf.tv)

Liebe Sternstunden-Redaktion,

offensichtlich habe ich meine Mail an Herrn de Weck (vgl. oben) an die falsche Adresse geschickt. Jedenfalls habe ich bis heute keine Antwort darauf bekommen.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie meine Frage an Herrn de Weck weiterleiten könnten. Mir liegt nämlich sehr viel an einer Antwort gerade auf diese Frage.

Mit einem herzlichen Gruss von Ina Praetorius

 

18. Januar 2012 (an sternstunden@sf.tv)

Liebe Sternstunden-Redaktion,

ich wäre sehr dankbar, wenn ich zumindest eine Antwort bekäme, warum ich keine Antwort bekomme und wie Sie mit dieser Sache weiter zu verfahren gedenken.

Vielleicht ist für Sie noch wichtig zu wissen, dass ich diese versuchte Korrespondenz mit dem Schweizer Fernsehen, die inzwischen vier Mails meinerseits und keine Mail Ihrerseits in einem Zeitraum von einem Monat umfasst, auf Facebook dokumentiere und damit einem Kreis von ca. 350 interessierten Menschen zugänglich mache:

Mit freundlichen Grüssen von Ina Praetorius

 

16. Januar 2012 per Realbrief:

Sehr geehrte Frau Praetorius

Herzlichen Dank für Ihre E-Mail, die ich aufmerksam gelesen habe.

„Jeder Mensch hat seine Zeit, seine andersartige Zeit“ schrieb Thomas Wolfe. Die paar Wochen seit Ihrer E-Mail kommen mir kurz vor; hingegen scheinen sie für Sie schon weit weg zu sein.

Ich kann mich an eine spannende Diskussion mit einem interessanten Mann erinnern. Mein Ziel, als Journalist, als Interviewer – und nicht als Ökonom – war, von Herrn Brabeck zu erfahren: wie er sich als Mensch in der global-werdenden Welt bewegt, welche Identität er hat usw.

Auf keinen Fall wollte ich in die Polemik um die Nestlé-Produkte eintreten. Denn „Sternstunde Philosophie“ ist keine tagesaktuelle Sendung. Dafür gibt es andere.

Ich hoffe, dass meine Überlegungen Ihnen jetzt nachvollziehbarer sind. Für Ihr Engagment und Ihre kritische Verbundenheit mit der SRG danke ich sehr.

Freundlichen Gruss Roger de Weck

19. Januar 2012 (an Roger.deWeck@srgssr.ch)

Sehr geehrter Herr de Weck,

vielen Dank für Ihre freundliche Antwort auf meine Frage vom 17. Dezember, die mich heute auf dem Postweg erreicht hat. Sollte Ihnen unsere Korrespondenz nicht mehr präsent sein, können Sie sie jederzeit auf Facebook nachlesen, wo sie inzwischen von (potentiell) mehreren Hundert Menschen interessiert verfolgt und kommentiert  wird:

http://www.facebook.com/note.php?note_id=10150447379911886

Ja, Sie haben Recht: die „Sternstunden“ sind keine „tagesaktuelle Sendung“, und das ist sehr gut so. Wo sonst in unserer Medienlandschaft gibt es einen Ort, an dem philosophische Kernfragen ausführlich und kompetent mit illustren Gästen erörtert werden können? Und eben um eine solche essentielle Frage, überdies um eine Frage mit sehr weit reichenden Auswirkungen auf grosse Teile der Weltbevölkerung, handelt es sich bei der nach den Bedürfnissen, die die Wirtschaft befriedigt – oder eben nicht.

Ich zitiere aus einem der derzeit wohl meistgelesenen Werke der Wirtschaftsethik:

„Arbeitsteiliges Wirtschaften ist eine gesellschaftliche Veranstaltung zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse der Lebenserhaltung und der Lebensqualität“ 

(Peter Ulrich, Integrative Wirtschaftsethik. Grundlagen einer lebensdienlichen Ökonomie, Bern, Stuttgart, Wien, 2. Aufl. 1998, 11)

Und hier noch einmal der wahrlich denkwürdige und wahre Satz des bereits in meiner ersten Mail zitierten Werner Vontobel:

„Uns Ökonomen ist es ja leider verboten, über menschliche Bedürfnisse zu schreiben.“

(Werner Vontobel anlässlich einer Vortragsveranstaltung im Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg, Wattwil, 20. November 2009).

Gibt es eine schönere Aufgabe für einen philosophisch gebildeten Journalisten, als diesen eklatanten Widerspruch mit einem der wichtigsten Exponenten der globalen Nahrungsmittelindustrie zu besprechen? Es geht hier keineswegs um „Polemik“, um „Tagesaktualität“ oder um einzelne „Nestlé-Produkte“, sondern um die Ethik, und damit um die Philosophie des Wirtschaftens, und damit selbstverständlich auch um die „Identität“ des Herrn Brabeck.

Lieber Herr de Weck, Sie können sich gar nicht vorstellen, wie sehr mich eine besser überlegte Antwort auf meine Frage vom 17. Dezember 2011 interessiert. Weil ich mit Ihrer Antwort nicht zufrieden bin, stelle ich die Frage einfach noch einmal: Gilt das (ungeschriebene?) Verbot, von dem Herr Vontobel spricht, auch für Sie? Und wenn ja, wäre es wohl an der Zeit, darüber nachzudenken, woher dieses Verbot stammt und warum man sich so treulich daran hält?

Doch, es gibt etwas, das mich noch mehr interessiert als Ihre Antwort auf diese Frage, nämlich die Antwort des Herrn Brabeck, die er Ihnen möglicherweise geben würde, wenn Sie ihm die ökonomiephilosophische Frage, die ich mir so sehnlich in die mediale Öffentlichkeit zurück wünsche, stellen würden. Laden Sie ihn doch einfach zu einem Fortsetzungsgespräch ein. Wäre das WEF 2012 dafür nicht eine gute Gelegenheit? Die Aufmerksamkeit meiner Facebookgemeinde zumindest wäre Ihnen sicher!

Ich bin gespannt auf Ihre wirkliche Antwort.

Mit freundlichen Grüssen von Ina Praetorius

 

19. Januar 2012 (per Mail)

Sehr geehrte Frau Praetorius,

Ohne Ankündigung bzw. Rücksprache beim Briefpartner eine Korrespondenz zu veröffentlichen, ist weder stilvoll noch vertrauenerweckend, so erübrigt sich leider ein weiterer Austausch.

Freundliche Grüsse Roger de Weck

19. Januar 2012 (an Roger.deWeck@srgssr.ch)

Sehr geehrter Herr de Weck,

ich fürchte, es hat keinen Sinn, sich dagegen zu wehren, im Wikileaks-Zeitalter anzukommen.

Deshalb würde ich mich freuen, wenn Sie, entgegen Ihrem ersten, vielleicht etwas überstürzten, mir durchaus verständlichen Affekt, doch eine Antwort auf meine sehr ernst gemeinte Frage versuchen würden. Mir jedenfalls geht es an diesem Punkt nicht um Stil, wohl aber um Vertrauen, und zwar in die kritische Öffentlichkeit.

Mit einem herzlichen Gruss von Ina Praetorius

31. Januar 2012 (an Roger.deWeck@srgssr.ch)

Sehr geehrter Herr de Weck,

finden Sie unsere vorerst abrupt beendete Korrespondenz nicht auch ein wenig unrühmlich?

Hier können Sie den bisherigen Verlauf dieser Korrespondenz in Ruhe nachlesen:

http://www.facebook.com/note.php?note_id=10150447379911886

Erst nach vier Wochen und vier Mails an zwei verschiedene Stellen habe ich von der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft überhaupt eine Antwort erhalten. Was bedeutet diese kommunikative Praxis wohl für Menschen, die etwas wissen wollen, aber weniger hartnäckig nachfragen als ich?

Erst nachdem ich dreimal vergeblich geschrieben hatte, habe ich die Sache im Facebook veröffentlicht. Finden Sie dieses Vorgehen  angesichts der Tatsache, dass ich Ihnen eine sehr ernsthafte Frage gestellt habe, tatsächlich verwerflich? Was liegt daran, dass meine neugierige Facebook-Gemeinde Ihre Antwort auf meine Frage mitlesen kann? Ich nehme doch an, dass Sie eine Antwort auf diese Frage wissen, die Ihnen nicht peinlich ist?

Weshalb ich die vermutlich nicht von Ihnen selbst verfasste Antwort vom 16. Januar 2012 ungenügend finde, habe ich Ihnen in meiner Mail vom 19. Januar ausführlich dargelegt. Und nun? Wollen Sie mir tatsächlich nicht sagen, weshalb Sie als philosophisch gebildeter Journalist dem Chef eines der grössten Nahrungsmittelunternehmen der Welt in einem einstündigen Interview die Kernfrage der Ökonomie nach den menschlichen Bedürfnissen erspart haben?

Sehr geehrter Herr de Weck, ich möchte Sie herzlich bitten, unsere bisherige Korrespondenz noch einmal sorgfältig zu lesen und mir und allen Mitlesenden dann eine Antwort zu geben, die Ihrer würdig ist.

Mit freundlichen Grüssen von Ina Praetorius

6. Februar 2012 (an Roger.deWeck@srgssr.ch und sternstunden@sf.tv)

Sehr geehrter Herr de Weck,

sollten Sie annehmen, dass ich unsere Korrespondenz im Sand Ihrer und meiner „tagesaktuellen“ Betriebsamkeit verlaufen zu lassen gedenke, dann täuschen Sie sich. Man muss nicht einmal den neuen Kinofilm „Bottled Life“ gesehen haben, um zu wissen: Die ökonomische Kernfrage nach der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse (vgl. meine Mails vom 17.12.2011 und 19.1.2012) muss dringend öffentlich debattiert werden. Und es grenzt an Zynismus – oder ist es einfach sträfliche Gedankenlosigkeit? -, wenn Ihr Büro diese Frage mit dem Verweis auf den „nicht tagesaktuellen“ Charakter der Sendung Sternstunden und die  „Identität“ des „interessanten Menschen“ Peter Brabeck beantwortet. Ich frage Sie noch einmal: Wo, wenn nicht in einem Mediengefäss, das sich auf seinen in der derzeitigen Medienlandschaft allerdings fast einzigartigen Tiefsinn einiges einbildet, sollte diese essentielle sozialphilosophische Frage thematisiert werden?

Ihr mir nicht ganz verständliches Fürchtlein vor meiner Facebook-Öffentlichkeit ist nichts im Vergleich zu der journalistischen Aufgabe, die Ihnen, auch wenn Sie sich aus unserer Korrespondenz gekränkt zurückziehen, so oder so ins Haus steht. Die durch die ungeahnten Möglichkeiten der neuen sozialen Netzwerke machtvoller gewordene kritische Öffentlichkeit will wissen, warum es den „Ökonomen leider verboten ist, über menschliche Bedürfnisse“ zu sprechen (Werner Vontobel), wer dieses Verbot ausgesprochen hat, warum man sich nahezu flächendeckend daran hält und welche Konsequenzen es für das Leben – im Falle von Nestlé für die Ernährungslage – der Weltbevölkerung hat. Bitte sagen Sie mir und uns, wie Sie mit diesen Fragen als Journalist und Generaldirektor der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft zu verfahren gedenken.

Den Verlauf unserer Korrespondenz können Sie jederzeit hier und später möglicherweise in einem meiner Bücher nachlesen:

http://www.facebook.com/note.php?note_id=10150447379911886

Mit freundlichen Grüssen von Ina Praetorius

14. März 2012 (an Roger.deWeck@srgssr.ch und sternstunden@sf.tv)

Sehr geehrter Herr de Weck,

„Nichts ist für die Demokratie – und besonders für eine direkte Demokratie – so wichtig wie die öffentliche Debatte“. Das ist der Werbetext für die Männerrunde nächste Woche im Theater am Neumarkt, zu der ich leider nicht werde kommen können, da ich mich dann im Ausland befinden werde. Soll ich darüber traurig sein? Soll ich es bedauern, dass ich Ihnen mein bereits mehrfach formuliertes Anliegen nicht persönlich werde vortragen können? Oder soll ich mich darüber freuen, dass mir so einiges an Heuchelei und Eitelkeit erspart bleiben wird, ich mich stattdessen In Rom mit mir verbundenen Denkerinnen zum aktuellen Thema „Lavoro o no? Crisi dell’Europa e nuovi paradigmi della cittadinanza“ werde austauschen können?

Wie Sie bereits wissen, bin auch ich der Meinung, dass „nichts … für die Demokratie … so wichtig (ist) wie die öffentliche Debatte“, weshalb ich, nachdem ich dreimal vergeblich an Sie geschrieben hatte, meine Mails auf meiner Facebookseite veröffentlicht habe, wo Sie nach wie vor den jeweils aktuellen Stand unseres etwas einseitigen Gedankenaustausches einsehen können:

http://www.facebook.com/note.php?note_id=10150447379911886

Dass Peter Brabeck derzeit wieder wegen der seltsamen Politik des Nestlé-Konzerns in Lateinamerika unter Druck gerät, ist Ihnen sicher nicht entgangen. Sind Sie immer noch der Meinung, dass es richtig war, ihm in einem einstündigen Fernsehinterview die ökonomiephilosophische Kernfrage nach der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse zu ersparen? Wenn nein, dann freue ich mich, wenn Sie mir Ihren Sinneswandel mitteilen oder ihn von sich aus im Neumarkt zum Thema machen. Ich würde mich sehr gern überraschen lassen!

Mit freundlichen Grüssen von Ina Praetorius

17. April 2012 (an Roger.deWeck@srgssr.ch und sternstunden@sf.tv)

Lieber Herr de Weck,

Sie antworten mir zwar nicht, aber das macht fast nichts. Ich schreibe Ihnen trotzdem immer mal wieder.

Gerade ist mir nämlich aufgefallen, dass ich Sie schon im Jahr 2006 einmal ganz am Anfang eines Vortrags zitiert habe:

http://www.archividonneticino.ch/studi/07praetorius.pdf

Lesen Sie doch einfach einmal diesen Vortrag. Und danach schauen Sie sich dieses Gespräch mit der deutschen Piratin Marina Weisband an:

http://www.grundeinkommen.ch/wir-brauchen-keine-anreize/

Fällt Ihnen etwas auf?

Ja, ich weiss: Das Ganze kostet Sie ungefähr zwei Stunden Ihrer wertvollen Zeit. Aber ich versichere Ihnen: es lohnt sich!

Marina Weisband vertritt nämlich in beeindruckend souveräner Weise genau das Politikverständnis, das Sie im Jahr 2006, als Ségolène Royal die französische Präsidentschaftswahl knapp verlor, so herablassend kritisiert haben. Und nun? Was halten Sie von Marina Weisband? Von Ihrer Art, Politik neu zu entwerfen? Von den Schwindel erregenden Umfragewerten, die die Piratenpartei erreicht? Von Grundeinkommen-TV?

Keine Ahnung, lieber Herr de Weck, ob Sie weiterhin freiwillig hinter dem Mond sitzen bleiben wollen. Ich habe Sie jedenfalls gewarnt.

Mit einem fröhlichen Gruss von Ina Praetorius

Und hier noch einmal der Link zu unserer von mir getreulich dokumentierten Korrespondenz:

http://www.facebook.com/note.php?note_id=10150447379911886

8. Juli 2012 (an Roger.deWeck@srgssr.ch)

Sehr geehrter Herr de Weck,

ich arbeite an einem Essay mit dem Arbeitstitel „Keine Antwort“. In diesem Essay werden auch Sie an prominenter Stelle vorkommen, und Sie werden in guter Gesellschaft sein. Es gibt nämlich viele Menschen, die in der Öffentlichkeit für Werte wie Demokratisierung, Dialog, Selbstkritik, Transparenz etc. stehen, aber die Moral der persönlichen Responsivität nicht zu kennen scheinen, zum Beispiel Hans Küng, Joseph Ratzinger, Hans Joas, Philippe Mastronardi, Peter Ulrich, Klaus Schwab und mehr.

Glücklicherweise hat sich im Internet-Zeitalter die Schwierigkeit, Texte dieser Art unter die Leute zu bringen, unversehens in Luft aufgelöst. Das bedeutet eine grosse Freiheit, die ich persönlich immer wieder einmal nutze, um mich als das zu betätigen, was man vielleicht eine „postakademische Piratin“ nennen könnte. Das macht Spass, und wird sich längerfristig wohl im Sinne der Entwicklung einer Kultur fruchtbarer, transparenter Begegnungen auswirken.

Selbstverständlich werde ich Ihnen, sobald der Text „Keine Antwort“ im Netz steht, den Link zukommen lassen.

Mit einem herzlichen Gruss von Ina Praetorius

23. März 2013 (an Roger.deWeck@srgssr.ch)

Sehr geehrter Herr de Weck,

Sie sind doch ein schlauer Kopf, sagt man. Deshalb ist Ihnen bestimmt nicht entgangen, dass zwischen unserem leider nach wie vor etwas einseitigen Mailwechsel, den Sie hier nachlesen können, und dem am 6. März publizierten Entscheid der UBI gegen die Arena vom 27. April 2012 ein gewisser Zusammenhang besteht? Ich jedenfalls bin angetan, dass wir auf diesem Weg nun doch bald von Ihnen hören werden. Mein in Arbeit befindlicher Text „Keine Antwort“ erhält so eine unerwartete Wendung. Er muss nun zwar ein paar Wochen in Erwartung liegen bleiben, was mich aber eher freut als ärgert. Mit freundlichen Grüssen

von Ina Praetorius

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